Dissoziation beschreibt einen Zustand, in dem Gedanken, Gefühle, Erinnerungen oder das Körpergefühl vom bewussten Erleben abgespalten werden. Betroffene beschreiben es oft so: „Ich habe das alles wie von außen beobachtet“, „Ich war nicht wirklich da“, „Ich habe nichts gefühlt, obwohl es mich direkt betraf.“
Dissoziation ist zunächst ein Schutzmechanismus.
Das Gehirn trennt sich von unerträglichen Erfahrungen, um sie überstehen zu können. In der Hypnotherapie wird dieser Mechanismus gezielt genutzt: Der bewusste Wechsel zwischen assoziierten (erlebenden) und dissoziierten (beobachtenden) Zuständen ist ein zentrales therapeutisches Werkzeug.
Wenn Dissoziation jedoch chronisch wird, ist sie Symptom einer tieferen Belastung – häufig im Zusammenhang mit Trauma, PTBS, Angststörungen oder Depressionen.
Hypnotherapie kann helfen, chronische Dissoziation aufzulösen und die Verbindung zum eigenen Erleben wiederherzustellen.
Weiterführend: Hypnotherapie bei PTBS
